Rechnungs 1x1

Ihre Stromrechnung enthält eine Vielzahl an Informationen. Zum einen schreibt der Gesetzgeber zahlreiche Angaben vor, die auf Ihrer Stromrechnung erscheinen müssen. Zum anderen möchten wir Ihnen möglichst transparent und verständlich darstellen, wie sich Ihre Rechnung zusammensetzt.


Im Anhang Ihrer Rechnung sind bereits zahlreiche Erläuterungen zu den verwendeten Begrifflichkeiten aufgeführt. Diese sowie zahlreiche weitere nützliche Erklärungen und Anmerkungen zu Ihrer Abrechnung finden Sie in unserem kleinen Rechnungs 1x1.

 

A

Abgerechneter Verbrauch
Aus der Differenz zwischen „Zählerstand Anfang“ und „Zählerstand Ende“ ergibt sich Ihr tatsächlicher Verbrauch im Abrechnungszeitraum. Zum Vergleich führen wir auch (sofern Sie bereits im vorherigen Abrechnungszeitraum RevierKraft-Kunde waren) Ihren Verbrauch der Vorperiode auf.

Ableseart

Anhand der Ableseart können Sie erkennen, ob der Zählerstand durch uns abgelesen (01), Ihre eigene Ablesung berücksichtigt (02) oder durch uns geschätzt (03) wurde.

Abschlagszahlungen
Die Abschlagszahlungen sind eine Teilzahlung bzw. Anzahlung auf die bereits gelieferten Energiemengen und werden mit der turnusmäßigen Endabrechnung verrechnet. Die Höhe des Abschlags orientiert sich an dem zu erwartenden Energieverbrauch.

abzüglich bezahlter Abschläge
Einen Großteil des Gesamtbetrages haben Sie schon in der Vergangenheit durch die Zahlung Ihrer monatlichen Abschlagsbeträge geleistet.

Arbeitspreis
Der Arbeitspreis bezeichnet den Preis für eine verbrauchte Kilowattstunde Energie.

Auftragsnummer
Die Auftragsnummer dient ebenfalls, wie die Kunden- und Rechnungsnummer, zur eindeutigen Identifikation des Auftrags und sollte bei jeglicher Art von Kommunikation angegeben werden.

 

B

Bruttobetrag
Der Nettobetrag zzgl. der Umsatzsteuer (z.Zt.19 %) ergibt den Bruttobetrag.

 

C

Codenummer des Netzbetreibers
Die Netzbetreibernummer dient der eindeutigen Identifikation des örtlichen Verteilnetzbetreibers, an dessen Netz die Lieferstelle angeschlossen ist.
 

E

EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
Das deutsche Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien, kurz Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) genannt, soll den Ausbau von Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen fördern. Es dient vorrangig dem Klimaschutz und soll die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle verringern. Die finanzielle Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird über einen bundesweiten Ausgleichsmechanismus auf alle Endverbraucher umgelegt.

EnWG
Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) enthält grundlegende Regelungen zum Recht der leitungsgebundenen Energien in Deutschland.
Die Ziele des EnWG sind die „möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche“ Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas. Darüber hinaus wird die „Sicherstellung eines wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs bei der Versorgung mit Elektrizität und Gas und der Sicherung eines langfristig angelegten leistungsfähigen und zuverlässigen Betriebs von Energieversorgungsnetzen“angestrebt. Letztendlich wird durch das EnWG in Deutschland das Energierecht der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt.#

 

G

Gesamtbetrag
Der Gesamtbetrag ist die Summe der einzelnen Netto-, Umsatzsteuer- und Bruttobeträge.

Grundpreis
Der Grundpreis beinhaltet allgemeine Kosten u.a. für Zähl- und Messeinrichtungen, die Ablesung, Abrechnung und Wartung.

Grundversorger
Grundversorger ist laut dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) dasjenige Energieversorgungsunternehmen, das die meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet der allgemeinen Versorgung mit Energie beliefert (§36 Abs. 1 S. 1 EnWG). In Oberhausen beliefert die Energieversorgung Oberhausen AG die meisten Kunden mit Elektrizität und ist demzufolge auch Grundversorger in Oberhausen.

 

K

Konzessionsabgabe
Die sogenannte Konzessionsabgabe ist an die jeweilige Gemeinde zu bezahlen. Sie wird erhoben, damit der örtliche Netzbetreiber das Recht zur Verlegung und zum Betrieb von Versorgungsleitungen in Straßen, Wegen und auf Plätzen erhält. Die Höhe der Konzessionsabgabe hängt von der Einwohnerzahl der jeweiligen Gemeinde ab. Grundlage für die Konzessionsabgabe ist die Konzessionsabgabenverordnung.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke (Fernwärme oder Nahwärme) oder für Produktionsprozesse (Prozesswärme) in einem Heizkraftwerk.

Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)
Zweck des Gesetzes ist es, einen Beitrag zur Erhöhung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung im Interesse der Energieeinsparung, des Umweltschutzes und der Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung werden gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Beispiele sind Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen. Ähnlich wie beim EEG wird die Förderung von testierten KWK-Anlagen auf den gesamten Stromverbrauch, also auf jede in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde, umgelegt.

Kundennummer
Die Kundennummer dient bei Rückfragen oder Zahlungen zur raschen und eindeutigen Identifikation Ihrer Kundendaten. Eine Verwechslung wird dadurch ausgeschlossen. Bitte, geben Sie diese Nummer stets bei einem Gespräch oder anderen Kontaktarten (Brief, Fax, E-Mail) an.

KWK-Umlage
Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK-) Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch wird ein höherer Nutzungsgrad erreicht wodurch Brennstoff eingespart und Kohlendioxid-Emissionen gemindert werden können. Betreiber von KWK-Anagen erhalten einen gesetzlich festgelegten Zuschlag. Diese Kosten werden gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) auf die Verbraucher umgelegt.

kWh
Eine kWh, Kilowattstunde, ist die allgemein verwendete Einheit für Energie oder Arbeit. Wenn also eine Solaranlage mit einer Leistung von einem Kilowatt (kW) eine Stunde lang Sonnenlicht in elektrische Energie umwandelt, kommt man auf eine Energiemenge von 1 kWh. Ebenso läuft’s beim Verbrauch: Eine 60 Watt- Glühbirne, die eine Stunde brennt, verbraucht 60 Watt x 1 h = 60 Wh („Wattstunden“), dies entspricht 0,06 kWh. Um eine kWh Strom zu verbrauchen, muss diese Glühbirne also knapp 17 Stunden brennen. Im Vergleich dazu kann man zum Beispiel für 1 kWh sieben Stunden lang fernsehen oder 25 Minuten staubsaugen.

kWh und kW
Die physikalische Einheit „kWh“ (Kilowattstunden) ist die gebräuchliche Maßeinheit der elektrischen Arbeit bzw. der elektrischen Energie. Damit nicht zu verwechseln ist die sog. Elektrische Leistung, die in kW („Kilowatt“) angegeben wird und uns auf zahlreichen Typenschildern technischer Geräte begegnet.
Deutlich wird der Zusammenhang, wenn man sich die kWh als kW*h (Arbeit ist gleich Leistung mal Zeit) vorstellt, also die Leistung, die ein Gerät in einer Stunde erbringt. Ein elektrisches Gerät, das mit einer Leistung von 1.000 Watt eine Stunde lang läuft, verbraucht also exakt eine kWh.

 

M

Messdienstleistung
Die Messung beinhaltet die Ermittlung des Energieverbrauchs sowie die Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung der Zählerdaten. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messdienstleister in Rechnung gestellt.
 
Messstellenbetrieb
Der Messstellenbetrieb umfasst den Ein- und Ausbau sowie Betrieb und Wartung von Zählern. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt.

 

N

Nettobetrag
Das Entgelt wird auf Basis von Nettowerten ermittelt und erhöht sich abschließend um die Umsatzsteuer (z.Zt. 19 %) zum Rechnungsbetrag.

Neue Abschläge
Unter „neuen Abschlägen“ sind die Abschlagbeträge aufgelistet, die für das künftige Abrechnungsjahr vorgesehen sind.

Netzanschlussnutzer
Der Nerzanschlussnutzer sind meistens Sie. Im Falle der Vermietung sind Ihre Mieter die Netzanschlussnutzer.

Netzbetreibernummer
Die Netzbetreibernummer dient der eindeutigen Identifikation des örtlichen Verteilnetzbetreibers, an dessen Netz die Lieferstelle angeschlossen ist.
 
Netznutzungsentgelte

Entgelte des Energienetzbetreibers für den Transport und die Verteilung der Energie sowie den damit verbundenen Dienstleistungen.

 

P

§ 19 StromNEV Umlage
Stromintensive Industriebetriebe können nach den Regelungen des § 19  Abs. 2 StromNEV bei einem bestimmten Verbrauchsverhalten auf Antrag eine vollständige Netzentgeltbefreiung beantragen. Anders als in der Vergangenheit, wird die zusätzliche Entlastung nicht über eine Anhebung der Netzentgelte für die übrigen Netznutzer finanziert, sondern über eine neue Umlage, die ab 2012 von allen Stromkunden zu zahlen ist.

R

Rechnungsbetrag
Beim Rechnungsbetrag handelt es sich um Ihren tatsächlich bewerteten Verbrauch, der durch Ablesung für den Abrechnungszeitraum festgestellt wurde. Dieser wird als Netto- und Bruttobetrag (inkl. USt.) ausgewiesen. Vom Rechnungsbetrag werden Ihre geleisteten Zahlungen (Abschläge) abgezogen, so dass sich am Ende eine Forderung oder Gutschrift ergibt.

Rechnungsnummer
Die Rechnungsnummer dient zur eindeutigen Identifikation Ihrer Rechnung.

 

S


Stromkennzeichnung (Energiemix)

Die nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vorgeschriebene Stromkennzeichnung informiert über die Herkunft des bezogenen Stroms und dessen Umweltauswirkungen.

Stromsteuer (Ökosteuer)
Die Stromsteuer ist eine (Mengen-)Steuer auf den Energieverbrauch bzw. umweltschädliches Verhalten. Ihr Zweck ist die Besteuerung des knappen Gutes Energie mit dem Ziel der Steigerung der Effizienz des Energieeinsatzes. Grundlage ist das Stromsteuergesetz vom 1. April 1999 als Teil der ökologischen Steuerreform.

 

U

Umsatzsteuer
Dies ist der auf den Nettobetrag anfallende Umsatzsteuerbetrag. Aktuell werden 19 % berechnet. Ausnahme hiervon ist das Trinkwasser. Hier werden 7 % USt zugrunde gelegt.

 

V

Verbrauchspreis
Der Verbrauchspreis ist das Entgelt für jede abgenommene Einheit, bei Strom die Kilowattstunde (kWh), die von Ihrem Zähler erfasst wird.

Verbrauchsstelle
Hier ist Ihre Verbrauchsstelle angegeben, meistens Ihre Anschrift.


Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist, nächstmöglicher Kündigungstermin
In Ihrer Rechnung ist auch Ihre gewählte Vertragslaufzeit aufgeführt. Darüber hinaus finden Sie auch Angaben zur Kündigungsfrist sowie Ihren nächstmöglichen Kündigungstermin.


Vergleichsgrafik
Mit der grafischen Darstellung des Stromverbrauchs verschiedener Musterhaushalte, soll dem Haushaltskunden die Möglichkeit gegeben werden, sein eigenes Verbrauchsverhalten einzuschätzen. Allerdings muss die individuelle Situation eines jeden Haushalts berücksichtigt werden, bevor zu schnelle Schlussfolgerungen gezogen werden. So beziehen sich bspw. die Verbrauchsgrößen auf Haushalte mit einer durchschnittlichen Anzahl von elektrischen Gertäten. Nicht berücksichtigt sind mit Strom betriebene Heizungen und die elektrische Warmwasserbereitung.

 

W

Wirkarbeit
Wirkarbeit ist Ihre verbrauchte elektrische Energie bzw. die Energie, die in Nutzenergie umgewandelt wird. Ihre Einheit ist kWh.

 

Z

Zählernummer
Hier finden Sie die Nummer Ihres Zählers. Von diesem Zähler wurde Ihr Verbrauch von unseren Mitarbeitern abgelesen.

Zählpunkt/ Zählpunktbezeichnung
Ein Zählpunkt ist der Punkt in einem Stromnetz, an dem Strom entnommen oder eingespeist wird und dieses durch eine technische Messung erfasst wird. Der Zählpunkt bezeichnet einen Punkt im Versorgungsnetz, an dem mit einem Zähler der Energiefluss des Stroms gemessen wird. Mit dieser Messung wird die Verbrauchsmenge erfasst. Die Zählpunktbezeichnung dient der eindeutigen Identifizierung eines unveränderbaren Messpunktes.

 

 

 

 

§ 19 StromNEV Umlage

Stromintensive Industriebetriebe können nach den Regelungen des § 19  Abs.2 StromNEV bei einem bestimmten Verbrauchsverhalten auf Antrag eine vollständige Netzentgeltbefreiung beantragen. Anders als in der Vergangenheit wird die zusätzliche Entlastung nicht über eine Anhebung der Netzentgelte für die übrigen Netznutzer finanziert, sondern über eine neue Umlage, die ab 2012 von allen Stromkunden erhoben wird.

Ihr Kontakt zu RevierKraft

0800 499 499 1

Kostenlose Hotline (Mo-Fr, 8-18 Uhr) oder
per E-Mail.